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Monika, seit wann bist du Gemeindemitglied in Marienfelde und wie bist du dazu gekommen, dort so aktiv zu sein? Vor 30 Jahren bin ich als gelernte Krankenschwester mit meinem damaligen Freund und heutigem Ehemann Andreas aus Kassel Hals über Kopf nach Berlin gezogen, um am 1. September meine neue Stelle im Krankenhaus anzutreten. Ich kannte Andreas schon sehr lange, denn ich ging mit ihm in eine Klasse. Wir zogen in die Hildburghauser Straße, wechselten zwar noch zweimal die Wohnungen, doch blieben wir 28 Jahre dort. 1995 wurde unser erster Sohn Daniel geboren, kurz darauf folgte Fabian 1997. Durch die Kinder habe ich unsere Gemeinde erst richtig kennengelernt, denn entweder hat man einen Hund und knüpft so Kontakte beim Gassi gehen oder man lernt nette Menschen durch die Kinder kennen. Ich endschied mich für den Club der kleinen Leute, der montags und freitags im DSH angeboten wurde und traf auf viele herzliche Mütter mit Kindern. Daniel war zu dieser Zeit gerade einmal 1½ Jahre alt. Später ging ich mit unseren Kindern zu den Singmäusen und später gingen die Jungs in den Miniclub im Kinderhaus. Sie liebten es, dort zu sein, und Daniel machte mir klar, dass die Pfarrerin Ute Young alles weiß, „denn sie hat ja beim lieben Gott studiert“. Da hatte ich es manchmal schwer gegen anzureden. Durch Ute wurde ich dann noch stärker ins Gemeindeleben integriert, und eh ich mich versah, plante ich gemeinsam mit ihr und dem Kinderbibeltagsteam die besonderen Wochenenden an denen wir Kindern aus der Gemeinde Kirche und Glaube auf spielerische Art nahebrachten und auch den Gottesdienst gestalteten. Der erste Planungstag war meist chaotisch, aber das, was am Ende herauskam, immer toll, und es hat allen sehr viel Spaß gemacht. Bald hatte auch Andreas Freude am Gemeindeleben und unterstützte Bernie bei der Jugendgruppe Patchwork für Kinder ab der 2. Klasse. Er ist als fleißiger Helfer in der Gemeinde nicht mehr wegzudenken. Wir haben uns immer in der Gemeinde wohl gefühlt und engagierten uns auch bei mehreren Familienfreizeiten. Nachdem ich im Herbst 2010 die Prüfung zur Pflegedienstleitung bestanden hatte, habe ich mir ein eigenes Geschenk bereitet: Ich meldete mich beim Gospelchor an, denn Singen macht mich glücklich! Ja, das sieht man dir an bei den Konzerten, bei denen du ja immer in der letzten Reihe vom Sopran zu finden bist. Möchtest du nicht auch mal vorne im Rampenlicht stehen? Nein, ich möchte gar nicht in die erste Reihe, denn dort hinten fühle ich mich sehr wohl mit meinen Mädels. Da kann man sich auch mal gegenseitig durch einen Händedruck unterstützen und stärken. Monika, wie schaffst du das, mit allen Menschen so im Einklang zu stehen? Wenn man ein Lächeln aussendet, dann kommt meist auch ein Lächeln zurück! Kannst du eigentlich auch mal wütend sein? Oh ja, aber eher zu Hause. Dann kann ich auch richtig losschimpfen. Da ist die Familie, die mir zuhört, mich tröstet und zum Lachen bringt, und danach geht es mir wieder gut. Ansonsten widme ich mich meinem schönen Beet neben der Terrasse unserer neuen Wohnung in Mariendorf. Dort leben wir seit dem Frühjahr 2016, bleiben aber natürlich der Marienfelder Gemeinde treu. Was hat dich in deinem Gemeindeleben am meisten bewegt? Das Highlight war die Fahrt nach Indien! Darüber gäbe es so viel zu berichten, doch das Beeindruckendste war die Freundlichkeit aller Menschen, die wir dort getroffen haben! Ich habe dich schon vor vielen Jahren kennengelernt als eine starke Frau, die für jeden ein offenes Ohr, eine Engelsgeduld und für alles eine Lösung parat hat. Wie schaffst du das, so ausgeglichen, engagiert und unermüdlich zu sein, obwohl du immer einen Vollzeitjob hattest und zwei Jungs erfolgreich großgezogen hast? Mein Job hat mir immer Spaß gemacht, und das Singen, ob bei den Singmäusen, im Chor oder in der Badewanne, bereitet mir viel Freude! Ich denke, die Kraft bekommt man mit seiner Aufgabe für das Leben geschenkt! Ich danke Monika für die offenen und interessanten Worte und wünsche einen guten Appetit! 

Das Interview führte Meike Jorcke



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