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Dabei ist Christian Becker gar nicht mehr soo jung. Er hat immerhin 20 Jahre Berufstätigkeit hinter sich, allerdings nicht als Hausmeister. Der gelernte Einzelhandelskaufmann hat sich bis jetzt in vielen Funktionen in einem bekannten großen Supermarkt bewährt, suchte aber nach einer neuen Herausforderung. 

In Königs Wusterhausen aufgewachsen, hatte er ursprünglich ein Handwerk lernen wollen, bekam aber keine Lehrstelle. Dabei waren seine handwerklichen Interessen und Fähigkeiten schon damals sehr deutlich. 

Jetzt, da er mit seiner Familie in Steglitz wohnt, ist er einer jener neuen Männer, die mehr Zeit für Familie und Kinder (zwei Kinder, fünf und sieben Jahre alt) haben wollen und daher gerne Teilzeit arbeiten möchten. Deswegen hat er sich auf eine Anzeige im Gemeindereport, in der ein Hausmeister in Teilzeit gesucht wurde, beworben und die Stelle bekommen. Die Tatsache, dass er ein Allrounder im handwerklichen Bereich ist, ist dabei genauso erfreulich wie sein Aufbruchsgeist: Er sucht die Verantwortung für einen Bereich, in dem er – natürlich im Team mit den anderen Mitarbeitern – möglichst selbstständig arbeiten kann. 

Und so ist er zu einem Zeitpunkt bei uns „eingestiegen“, wie er besser nicht hätte sein können – seit Monaten war die Hausmeisterstelle unbesetzt, und es lag vieles im Argen: Ein weites Betätigungsfeld, von der Sorge um das Erscheinungsbild des Hauses über die dauernden Reparaturarbeiten, das Aufräumen der inzwischen ziemlich verwahrlosten Baustelle bis hin zum alltäglichen Umbauen für die Gemeindeveranstaltungen. Gleich an seinem ersten Arbeitstag war „Land unter“ durch die verstopfte und übergelaufene Abflussanlage im Keller, es folgten in kurzen Abständen drei Überschwemmungen im Untergeschoss durch die Regenfluten im Juni und Juli – bis endlich die uralten Pumpen ersetzt werden konnten. In allem hat Christian Becker schon gezeigt, dass ihm das Dorothee-Sölle-Haus, sein inneres Funktionieren und sein Aussehen am Herzen liegen. 

Und wie schön, wenn das für beide Seiten erfreulich ist … 

Diese beiderseitige Nützlichkeit hat sich auch schon mal im halb privaten Bereich bewährt: als Christian Becker die Abflussrinne im Becken vorm Gemeindehaus gereinigt hat, fand er wunderbare dicke Regenwürmer. Darüber war er begeistert, denn sein Hobby ist Angeln, und da sind ja Regenwürmer außerordentlich von Nutzen. 

In seiner Freizeit zieht es Christian Becker an einen See oder Teich, oft mit Schwiegervater und auch schon mit dem fünfjährigen Sohn, um die Angel auszuwerfen und in aller Ruhe auf das Anbeißen eines Karpfen oder Schleis zu warten. Ein Fang, der dann auch zu Hause auf dem Teller landet. 

Bestimmt ist jemand mit einer solchen inneren Ruhe gut für die vielfältigen Anforderungen in unserem Gemeindehaus. 

Elke Neukirch



Dorothee-Sölle-Haus
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